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Virtuelles Wasser

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"Virtuelles Wasser" - das Wasser in unserem Essen und in unserer Kleidung
Deutschland ist Exportweltmeister - leider auch beim Export der Umweltbelastung. Beispiel: Wasser. Während wir in Deutschland mit dem Wasser immer sparsamer umgehen, verlagern wir unsere Wassernutzung mehr und mehr ins Ausland. In unseren Haushalten und Wohnungen benötigen wir 126 Liter Trinkwasser pro Einwohner und Tag - für unsere Lebensmittel und unsere Kleidung aber täglich 4.000 Liter Wasser! Die Bedeutung des "virtuellen Wassers" - das wir "versteckt", aber dafür in gewaltigen Mengen - aus der Landwirtschaft in Deutschland oder aus dem Ausland, vieles auch aus der Dritten Welt und aus den Schwellenländern über wasserintensive Rohstoffe (beispielsweise Baumwolle) oder Lebensmittel "importieren", wird in Deutschland noch kaum diskutiert. Dass wir über unsere Rohstoff- und Lebensmittelimporte tatsächlich ein Vielfaches Mehr an Wasserbedarf außerhalb der deutschen Grenzen verursachen, wird in der deutschen "Wasserdebatte" bislang ausgeblendet. Der aus unserem gigantischen Wasserimport resultierende Anspruch auf Wassersolidarität mit der Dritten Welt wird noch viel weniger thematisiert.".
Das Informationsangebot des Ak Wasser im BBU zum "Virtuellen Wasser"
Basierend auf unserer Ausstellungsbeteiligung zum "Virtuellen Wasser" an der WASSER BERLIN 2006 haben wir ein umfangreiches Informationsgebot zur Thematik des "Virtuellen Wassers" zusammengestellt. Die Infos können als pdf-Dateien heruntergeladen werden:
"Virtuelles Wasser" auf zwei Seiten 
Eine kurzgefasste Problemdarstellung findet sich in [infoblatt.pdf]
"Virtuelles Wasser" auf 24 Seiten
Unsere ausführliche Broschüre zum Thema findet sich im [reader.pdf].

(Wer es lieber auf Papier hat, kann die Broschüre gegen VOREINSENDUNG der Portokosten in Höhe von 1,45 Euro in Briefmarken an den Ak Wasser im BBU, Rennerstr. 10, 79106 Freiburg, anfordern.) Zu drei Kapiteln dieser Broschüre haben wir ausführliche Langfassungen bereitgestellt:
Der virtuelle Wasserbedarf der Touristen - am Beispiel von Jávea in Andalusien
In noch keiner Abschätzung des virtuellen Wasserbedarfs taucht der Tourismus auf. Dabei reisen jeden Sommer Millionen von Nord-, Mittel- und Osteuropäern in die Mittelmeerländer, um dort Urlaub zu machen - ausgerechnet zu einer Jahreszeit, in der in den Mittelmeerländern notorischer Wassermangel herrscht. Für "die schönsten Wochen des Jahres" verlagern die "Mittelmeertouristen" ihren Wasserbedarf aus dem wasserreichen Norden Europas in die Dürreregionen rund um das Mittelmeer. Der Wasserbedarf von Millionen Touristen verschärft in den Mittelmeerländern die Wasserkrise zunehmend: Grundwasservorkommen werden übernutzt - und in die übernutzten Grundwasservorkommen der Küstenregionen dringt fortschreitend Salzwasser ein. 

-> mehr Infos in  [javea-lang.pdf]
Die ineffiziente Bewässerung dominiert
Nur mit effizienten, d.h. energie- und wassersparenden Bewässerungsverfahren kann der enorm wachsende Nahrungsmittelbedarf der Menschheit gesichert werden. Aber nur ein bis drei Prozent aller Bewässerungsflächen auf dem Globus werden mit wassereffizienten Verfahren bewässert. Auf der weit überwiegenden Flächen der Bewässerungslandwirtschaft dominieren Verfahren, bei denen der größte Anteil des zugeführten Wassers verloren geht - oder noch schlimmer: letztlich zur Versalzung der Böden führt. Laut UNESCO verschwenden Bewässerungssysteme auf der Welt ca. 60% des Wassers. Allerdings müssen althergebrachte Verfahren der Bewässerung nicht unbedingt ineffizient sein! Archaische Verfahren waren oftmals sehr wirkungsvoll und wassersparend. Der nachfolgende Aufsatz stellt die verschiedenen Methoden der Bewässerungslandwirtschaft vor.  

-> mehr in  [bewässerung-lang.pdf]
Das Südostanatolienprojekt (GAP) - das größte Bewässerungsprojekt der Türkei
Um Wasserkraftstrom zu gewinnen und Bewässerungswasser bereitzustellen, errichtet die Türkei derzeit eines der größten Staudammsysteme auf dem Globus. Mit rund zwei Dutzend Staudämmen sollen Euphrat und Tigris aufgestaut werden - zum Ärger der Unterlieger: Syrien und der Irak befürchten, dass ihnen die Türkei den Wasserhahn zudrehen könnten. Mit Hilfe des gestauten Wassers soll im Südosten der Türkei eine exportorientierte Bewässerungslandwirtschaft aus dem Boden gestampft werden. Die Dürreregion Südostanatoliens soll in ein ertragreiches landwirtschaftlich genutztes Gebiet verwandelt werden. Zu befürchten sind allerdings eine zunehmende Versalzung der Bewässerungsflächen und eine Zerstörung der kulturellen Identität in dieser Kurdenregion. 

-> mehr in [gap-lang.pdf]

 

Impressum
Herausgeber:
Arbeitskreis Wasser im Bundesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz e.V. (BBU)
Rennerstraße 10, 
79106 F r e i b u r g
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Telefon: +49-(0)-761-288 216
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